Wieder zu Hause

Ein seltsames Gefühl. Sind 6 Monate wirklich so schnell vorbeigegangen? War ich gestern tatsächlich noch 1800 km entfernt? Heute morgen wachte ich auf, und wähnte mich in meinem kleinen Zimmer in Barcelona, tastete nach dem Wecker – und sah den wolkenverhangenen Berliner Himmel.

Herzlichen Dank, liebe Leser!
Adios colegas del Estudio Mariscal.
Adios Moises. Te voy a visitar otra vez en Sevilla, es seguro.
Adios Lucia. Espero que nos veamos pronto en Berlin.
Lydia, Antonia, un besito a vosotras y gracias por haber venido a Barcelona!
Hi Martin, hi Karen, hope to see you again soon.
Tom, it was great to know you. So I hope to see you soon here or in Holland.
Grosses bises a Toulouse!
Alex, nos vemos aqui o en Madrid o en Shanghai. Da kannste nich meckern, wa?
Danke, liebes Powerbook.
Tanja, que te vaya muy bien en Sevilla!
Niklaus, hasta pronto!
Bill, cariño, un beso a ti, a Vic, a Eumografic y a Meri.
Mar! Te echo de menos. Ven a verme y disfrutamos de Berlin. Mil besos.. Y un besito a Nessu, el Chuund!

Hasta la proxima, Barcelona.

1 Kommentar February 1st, 2006 faller

Schilder zum Schmunzeln

Gegen die Schwerkraft
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Kommentar abgeben January 30th, 2006 faller

Das H in der Suppe

Warum sprechen wir Erdbewohner verschiedene Sprachen und Dialekte? Wäre es nicht einfacher, wenn wir alle in einer Sprache miteinander reden würden?

Blöde Frage. Ich würde mich langweilen, und außerdem könnten wir keine Weichen im Restaurant bestellen.

Kommentar abgeben January 29th, 2006 faller

Das Indivi-duell der Marken

Man nehme den Namen eines Unternehmens, drehe oder spiegele einen Buchstaben, oder lasse ihn auf irgend erdenkliche Weise aus der Reihe tanzen, und schon hat man den Namen in eine Marke verwandelt – um genau zu sein, in eine Wortmarke, wie der Fachmann sagt, im Volksmund auch Logo genannt.

Was bedeutet es also, wenn ein Buchstabe in die entgegengesetzte Richtung läuft, wenn z.B. das kleine a seinen Bauch nach rechts schwenkt oder sich das s gegen die Zeile schlängelt? Heißt das „Wir sind anders“? Oder „Wir spielen gerne“? Ergibt das Ganze einen tieferen Sinn? Diese Frage kann man nicht allgemein beantworten; man müsste die einzelne Marke analysieren.

Natürlich kann man auf diese Weise eine Marke visualisieren, gut, mittelmäßig oder schlecht. Wenn ich aber fünf von diesen Logos in der selben Einkaufspassage sehe, wird die Wirkung beeinträchtigt, das Einzigartige geht verloren. Nun heißt es nicht mehr „Wir sind anders“ sondern „Wir alle sind anders“.

Kommentar abgeben January 25th, 2006 faller

Kurz und gut

Es kommt selten vor, dass die deutsche Übersetzung die kürzeste ist, und doch verständlich.

Kommentar abgeben January 25th, 2006 faller

FONTänen


Ich verkünde keine Neuigkeit, wenn ich sage, dass einige sehr gute Schriftgestalter in Barcelona arbeiten. Aber dass die Stadt eine spezielle Abteilung für Schriften unterhält, und die Mitarbeiter sogar eigene Fahrzeuge haben, hat mich dann doch überrascht (und entzückt, obwohl die Servicenummer auf den Autos etwas müde lächelt).

Übrigens: In Spanien sagen die Grafiker Fuente, wenn sie über eine bestimmte Schrift reden, was eigentlich Quelle, Brunnen oder ganz einfach Schüssel bedeutet. Da wurde schlicht und einfach falsch übersetzt. Im Lateinischen heißt Fons soviel wie Quelle, und Fons war der römische Gott der fließenden Gewässer, der Brunnen und der Quellen. Auch im Katalanischen heißt Font nichts weiter als Brunnen.

Font im Sinne von Schrift hat also nichts mit Fuente, Quelle zu tun, sondern schon eher mit Fondue und Fusion. Denn das Wort rührt vom französischen fonte her, ein Begriff aus der Metallurgie, und bedeutet in etwa Schmelzen von Metall – Gutenberg lässt grüßen.

Nun, vielleicht gibt es gar keinen Grund zur Verzückung, denn möglicherweise sind die Mitarbeiter von BCNfonts nicht für Fonts, sondern für Fontänen verantwortlich, und Gießbächlein haben für sie überhaupt nichts mit Typografie zu tun.

Kommentar abgeben January 24th, 2006 faller

Zu Gast bei Andreu Balius


Da Bill hin und wieder mit Andreu und den Eumo-Leuten zusammen Mountainbike-Touren unternimmt, war es einfach, einen Termin mit ihm zu vereinbaren. Andreu Balius ist Grafiker und Schriftgestalter. Er hat z.B. die Super Veloz nach einem Vorbild aus den 40er Jahren digitalisiert – die Schrift ist jetzt im 26. Jahrbuch des Type Director Club zu sehen. Eine Schrift, deren Einzelteile man beliebig kombinieren kann (sobald die Software dazu programmiert ist). Die Schrift wurde während der Franco-Diktatur von einem spanischen Schriftgestalter entworfen, von Joan Trochut-Blanchard. Sie erlaubte es damals, auch kleineren Firmen professionelle und individuelle Namensschilder günstig zur Verfügung zu stellen.

Kommentar abgeben January 18th, 2006 faller

Woher kommt eigentlich der “Freixenet”?

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich diese Frage noch nie gestellt hat. Trotzdem kann ich sie jetzt beantworten: Der Sekt der Marke Freixenet wird in Sant Sadurní d’Anoia hergestellt, ein Örtchen in der Nähe Barcelonas, eine Dreiviertelstunde mit der Bahn.

Heute nachmittag nahmen wir an einer Führung durch das Werk teil. Unser Führer war ein Deutscher, und er sah glücklich aus. Kein Wunder, denn alle drei Monate bekommen die Angestellten von Freixenet (die Katalanen sprechen es in etwa so aus: Fräischönet) zwei Kisten Sekt umsonst, und jedes Mal eine andere Marke. Er erzählte uns, dass der Sekt aus Trauben der Region hergestellt wird, und das dieses Werk die ganze Welt beliefert – jeden Tag verlassen 900.000 Flaschen die Fabriktore. Wir waren beeindruckt und ließen es perlen.

1 Kommentar January 17th, 2006 faller

In der Totenstadt

Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein mussten die Bewohner Barcelonas den Verwesungsgeruch ihrer Ahnen einatmen. Denn damals lagen die Friedhöfe inmitten der Stadt, umgeben von Häusern, und die Toten wurden einer über dem anderen begraben, so dass die obersten Leichen praktisch an der Erdoberfläche lagen.

Man beschloss also, die Friedhöfe auszulagern. Im Jahr 1883 wurde der Friedhof auf dem 173 Meter großen Hügel Montjuïc eröffnet. Der Montjuïc liegt angrenzend an Barcelonas Altstadt direkt am Meer. Auf eben diesen Hügel begab ich mich gestern, um mir diese Totenstadt noch einmal genauer anzuschauen.
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3 Kommentare January 11th, 2006 faller

Liebe auf den zweiten Blick


Nun, da ich das dritte Mal im europäischen Ausland lebe, werde ich nicht mehr viel neues lernen. Die Spanier sind wahrscheinlich nicht anders als z.B. die Südfranzosen.

So dachte ich vor meinem Aufenthalt in Barcelona. Ich habe mich geirrt. Die Spanier haben mich voll erwischt, einen Pfeil mitten ins Herz. (mehr…)

1 Kommentar January 8th, 2006 faller

Die eigene Mappe unter der Lupe

Im Folgenden werde ich meine soeben fertiggestellte Schnellmodus-Mappe kritisch beäugen, Fehler suchen und Positives herausheben – die Mappe ist fertig, aber noch lange nicht vollendet. (mehr…)

1 Kommentar January 2nd, 2006 faller

Piccadilly: ein verwirklichtes Design-Projekt

Im Herbst letzten Jahres begannen Karl, Bill und ich mit der Entwicklung der Corporate Identity für ein Café. Wir waren mit der Namensfindung sowie mit der Gestaltung des Logos, der Geschäftsausstattung, der Beschilderung, der Flyer und Produktdisplays beauftragt. Auch bei der Einrichtung standen wir mit Rat und Tat zur Seite. Wir mussten verschiedene Namen testen, die Konkurrenz und den Markt untersuchen, und schließlich eine Marke anmelden.

Heute wurde das Café eröffnet. Der Geschäftsinhaber hatte alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Gäste mit Café, Tee, Gebäck und anderen Speisen zu versorgen. Es hat viel Spaß gemacht, zu erleben, wie ein Gestaltungsprojekt am Ende auch umgesetzt wird. Hier ein paar Eindrücke vom gestrigen Tag und von der heutigen Eröffnung:


Kommentar abgeben December 29th, 2005 faller

Berlin in weiß

Seit dem 2. Weihnachtsfeiertag hat es hier geschneit. Weiße Weihnacht in Berlin! Nach wochenlangem Sonnenschein in Barcelona eine willkomme Abwechslung für mein kältegewohntes (aber nicht kaltes) Herz.

Kommentar abgeben December 28th, 2005 faller

Adios Mariscal

Der vergangene Freitag war mein letzter Arbeitstag. Mit gemischten Gefühlen fuhr ich zum letzten Mal vom Estudio Mariscal nach Hause, vorbei an den 150 Jahre alten Schornsteinen von Poble Nou, mit einem von Mariscal signierten Siebdruck, meinem Powerbook und den Ausdrucken für meine Schnellmodus-Mappe unter dem Arm.

Ich habe dort vieles gelernt. Ich weiß jetzt, dass eine entspannte, sehr kollegiale Zusammenarbeit in einer großen Agentur möglich ist. Ich weiß nicht, wie Mariscal und sein Personalmanager es geschafft haben, einen Haufen freundlicher, glücklicher und verrückter Menschen um sich zu scharen. Aber dieses einmalige Kunststück ist ihnen gelungen.

Und so kam es nicht von ungefähr, dass ich an meinem letzten Arbeitstag damit beschäftigt war, meinen Kolleginnen neue, größere Brüste, lange Beine und knackige Hintern zu verpassen. Nach einigen Photoshop-Versuchen waren sie alle glücklich und ich fragte mich, ob ich auch diese Tätigkeit in meinem Leonardo-Bericht erwähnen sollte.

Das Bild meiner Kolleginnen und einige weitere Nacktfotos der anderen Mitarbeiter bekam Mariscal dann als Kalender zu Weihnachten geschenkt. Nicht selbstverständlich, denke ich, dass der Chef ein Präsent von seinen Angestellten erhält. Und so hoffe ich, dass ich diese lockere Atmosphäre in meinen Koffer legen, mit nach Deutschland nehmen und dort irgendwann wieder auspacken kann.

Kommentar abgeben December 28th, 2005 faller

0,8%

Wieviel sind 0,8 Prozent von einer gespaltenen Persönlichkeit? — Ist das noch Durchschnitt? Und warum gerade David Hasselhoff?

Kommentar abgeben December 15th, 2005 schulz

Hase kaputt, es weihnachtet jetzt auch in meinem Herzen.


Mein Weihnachtshase, vorsichtig aus Plätzchenteig hergestellt, ist mir auf dem Weg zur Arbeit zerbrochen. Daran wollte ich nun jeden teilhaben lassen. — Das ist ja das tolle an Logbüchern.
Dennoch, auch bei mir stellt sich langsam eine gewisse Weihnachtsgrundstimmung ein. — Müssen wohl die weiter fallenden Temperaturen sein. Langsam kratzen auch wir in Vic an der 0 Grad Marke.

Kommentar abgeben December 14th, 2005 schulz

Barcelona von Nord bis Süd

Kommentar abgeben December 11th, 2005 faller

Mein Fahrrad und ich – Nachwort

Am 11. Oktober, kurz nachdem ich stolzer Besitzer meines Mountainbikes wurde, hoffte ich auf ein Wunder. Mit etwas Glück, so sagte ich mir, würde ich mein Fahrrad nach 7 Tagen noch immer mein Eigen nennen können.

Dieses Wunder wurde wahr. Ich besaß mein Fahrrad fast zwei Monate lang, als fast 70 Tage, fast 10 Mal so lange wie erhofft. Bis gerade eben. Ich ließ mein Fahrrad von 20 bis 23 Uhr auf der Straße stehen (an einer gut beleuchteten Stelle). Aber auch jemand anders schien Gefallen an meinem geliebten Rad gefunden zu haben; nun hat es den Besitzer gewechselt. Ich hoffe es geht ihm gut! Immerhin ließ ich zufälligerweise heute noch die Bremsen reparieren – es ist also bestens präpariert.

Ich hoffe der neue Besitzer bricht sich morgen bei seiner ersten Tour beide Beine und am liebsten noch seine 10 Langfinger dazu.

Auf der anderen Seite habe ich nun wieder mehr Platz in meinem Zimmer. Und das Foto von damals …

1 Kommentar December 6th, 2005 faller

Achso, mein neues Zimmer

Größer, schöner, hellhöriger. Und zwei Eingänge, plus ein Fenster zum Luftschacht.

Kommentar abgeben December 5th, 2005 schulz

Bau auf, Bau auf

Wo man in Berlin überlegt ein Schloß zu bauen, daß schon lange nicht mehr in unsere Zeit paßt, gehen die Katalanen mit ihrer Vergangenheit eher pragmatisch um. Vor unserer Kathedrale wurde ein Jahrhunderte altes Kirchenfundament ausgegraben. Doch schien sich sich niemand dafür zu begeistern, denn wer opfert schon Parkplätze für so etwas. Gestern fand ich die Ausgrabungsstätte wieder zugeschüttet vor.

Aber gut, auch wir haben unser ganz eigenes Berliner Stadtschloß hier in Vic, unseren Römischen Tempel. Auch wenn er nur eine Mogelpackung ist, denn eigentlich ist er erst hundert Jahre jung. — Dafür riß man hier immerhin die 600 Jahre alte Burg nieder.

Kommentar abgeben December 5th, 2005 schulz

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